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Krebs durch Oralsex?
Wissenschaftler der Johns-Hopkins-Universität im amerikanischen Baltimore haben herausgefunden, dass das Humane Papillomavirus (HPV) nicht nur Gebärmutterhalskrebs bei Frauen auslösen kann. Auch Krebs im Mund- und Rachenraum kann auf dieses Virus zurückgeführt werden. Es rangiert als Risikofaktor sogar noch vor Rauchen und Alkohol. Besonders gefährdet seien Menschen mit häufig wechselnden Partnern, stellten die Wissenschaftler fest.
Das Tückische an diesem Virus: Er kann jahrelang, manche sogar ein Leben lang, im Körper schlummern, ohne dass der Infizierte es merkt. Nachweisen lässt sich das Virus anhand von Antikörpertests im Blut. Dabei können bei einem Menschen auch mehrere verschiedene Varianten gefunden werden.
Gegen die besonders gefährlichen Varianten wie das HPV 16 gibt es seit einiger Zeit eine Impfung für junge Frauen, um Gebärmutterhalskrebs zu vermeiden. Wirksam ist die Impfung allerdings nur vor der ersten Infektion. Hat sich der Virus erst einmal im Körper eingenistet, kann er da über Jahre schlummern. Eine Impfung ist dann wirkungslos.
Derzeit wird über eine Erprobung der Impfung bei jungen Menschen vor dem ersten Sex auch gegen Mund- und Rachenkrebs nachgedacht.
Mehr zur Studie findet Ihr hier.
